ÖBVP - Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Transidentitäten/Geschlechtsdysphorie

Die Rolle der Psychotherapie bei der Behandlung von Transidentitäten/Geschlechtsdysphorie

Seit der Herausgabe der neuen Empfehlungen des BMG für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie bzw. Transsexualismus nach der Klassifikation in der derzeit gültigen DSMV bzw. ICD10 Fassung, ist begleitende Psychotherapie nicht verpflichtend.
Die Psychotherapie basiert auf Freiwilligkeit der zu Behandelnden.

Warum Psychotherapie?

  • Die Psychotherapie kann als eine Begleitung auf den Wegen der vielfältigen Möglichkeiten der Geschlechtsidentitäten und Ausdrucksweisen der Geschlechtlichkeit hilfreich sein,
  • die verschiedenen Lebensformen aufzeigen,
  • die Geschlechtsdysphorie lindern.
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperempfinden und der eigenen Sexualität
  • Zeitpunkt des Coming - Out im gesamten sozialen Leben erarbeiten
  • Einbeziehen des sozialen Umfeldes – PartnerIn, Kinder, Kindergarten, Schule, Arbeitsplatz, Freunde
  • Ängste besprechen, die sich auf die Umsetzung und das Passing der empfundenen Geschlechtsrolle beziehen
  • Erwartungen an das Leben im Wunschgeschlecht – Relativierung der – möglich zu hohen Erwartungen
  • Möglichkeiten und Grenzen der medizinischen Behandlung (Operationsergebnisse, Risiken, Funktionalität etc.

Inwieweit die KlientIn die psychotherapeutische Behandlung als hilfreich erlebt, hängt davon ab, wieweit sie/er sich auf den Prozess einlässt.
Die Psychotherapie soll auch postoperativ möglich sein.

Auf Transidentitäten spezialisierte PsychotherapeutInnen finden Sie in der PsychotherapeutInnen Suche.

Leitung und Koordination der interdisziplinären ExpertInnengruppe "Transidentitäten – Psychotherapie" im ÖBVP: DSAin Elisabeth Vlasich

Fachtagung: 20 Jahre interdisziplinäre ExpertInnengruppe "Transidentitäten - Psychotherapie" im ÖBVP

31.10.2015, Infos & Programm