Transgenerationale Traumatisierung * | ÖBVP - Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
ÖBVP - Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Transgenerationale Traumatisierung *

Art

Seminar

Datum
  • 05.10.2018 09:00 - 18:00
  • 06.10.2018 09:00 - 18:00
Ort

InterCityHotel Wien
Mariahilfer Straße 122
1070 Wien
Wien
Österreich

Die mit * gekennzeichneten Veranstaltungen sind anerkannte Fortbildungen im Sinne des PthG.
Inhalt

Traumatische Erfahrungen, die von Betroffenen nicht verarbeitet und integriert werden können, bleiben nicht nur für diese selbst eine lebenslange Belastung. Sie zeigen sich auch in den Träumen, Phantasien, im Selbstbild, emotionalen Erleben und unbewussten Agieren ihrer Nachkommen.

„Gefühlserbschaft“ so bezeichnet Freud diesen Vorgang, als ein unbewusstes und prägendes Phänomen zwischenmenschlicher Beziehungen, das sich auch in den Beziehungen zwischen den Generationen findet und diese im positiven wie negativen Sinn entscheidend beeinflusst.
Unbewältigte Traumata können in gravierendem Ausmaß auf die Folgegeneration übertragen werden. Diese Übertragung auf die Kinder vollzieht sich durch Introjektion des traumatisierten Elternteils.
Eltern, die selbst in starkem Maße traumatisiert wurden, sind häufig oder zumindest gelegentlich nicht in der Lage, sich empathisch gegenüber den Bedürfnissen ihrer Säuglinge oder Kleinkinder zu verhalten und vermitteln so unbeabsichtigt ihren Kindern jenes Gefühl des Ausgeliefertseins und der Ohnmacht.
Bindungstheoretische Erkenntnisse in der Säuglingsforschung besagen, dass ein anhaltender Zustand von Hilflosigkeit und Ohnmacht, der sich durch die Abwesenheit eines guten, beschützenden Objekts auszeichnet, traumatisierend wirkt.
Die Extremtraumatisierung der ersten Generation verwandelt sich dadurch in ein kumulatives Trauma der zweiten Generation.
Von Bedeutung ist die psychotherapeutische Arbeit mit Überlebenden der Shoah sowie ihren Kindern und Enkeln, andererseits die später einsetzenden Therapien und Untersuchungen von Kindern und Enkeln der TäterInnen.

Methode

2-tägiges Seminar

ReferentInnen

Mag.ª Cristina Budroni
Systemische Familientherapeutin, EMDR-Traumatherapeutin, Hypnotherapeutin für Kinder und Jugendliche (MEGA). Langjährige Tätigkeit für ESRA, Leiterin der Kinder- und Jugendabteilung in ESRA (ein interprofessionelles Team). Freie Praxis in Wien mit Arbeitsschwerpunkt: Trauma, transgenerationale Weitergabe von Traumata, Migration, interkulturelle Psychotherapie, Familienaufstellungen, Supervision und Coaching.

Zielgruppe
  • PsychotherapeutInnen
  • PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision
Anmeldung

Telefon: +43.1.512 70 90-20
Fax: +43.1.512 70 90-44
oebvp.zimmermann@psychotherapie.at
Anmeldeschluss: 05.09.2018
Anmeldung bei: Mag.ª Doris Zimmermann

Kosten

Kursgebühr für ÖBVP-Mitglieder: € 375,- /KandidatInnen € 330,- (inkl. MwSt.)
Kursgebühr für Nichtmitglieder: € 492,- /KandidatInnen € 444,- (inkl. MwSt.)

Wertigkeit / Kreditpunkte / Anrechnung

18 Arbeitseinheiten á 45 Minuten für die psychotherapeutische Fortbildung

VeranstalterIn

ÖBVP - Forum Fortbildung
Löwengasse 3/3/4
1030 Wien
https://www.psychotherapie.at/datenschutz

Erstellt am 18.07.2018 - 15:35