ÖBVP - Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Änderung bei der DVR-Meldepflicht

Zur Verbesserung des Datenschutzes werden laut Datenschutzgesetz (DSG2000) all jene Personen im Datenverarbeitungsregister (DVR) der Datenschutzkommission erfasst, die sensible Daten erheben bzw. sammeln. Diese Personen oder Einrichtungen werden registriert und müssen angeben, welche Datenarten sie erheben, wie sie diese sichern, verwenden und schützen.

Für PsychotherapeutInnen in Institutionen gilt: Die jeweilige Einrichtung (Klinik, usw.) hat der Meldepflicht nachzukommen.

Änderung für PsychotherapeutInnen in freier Praxis

PsychotherapeutInnen in freier Praxis sind mit dem Inkrafttreten der Novelle zur Standard- und Musterverordnung 2004 (StMV 2004) per 19. September 2012 von der bisher bestehenden Meldepflicht beim DVR ausgenommen.

Häufig gestellte Fragen

Was hat sich mit der Novelle zur StMV 2004 genau verändert?
Die Standardanwendung SA 024 war zuvor ausschließlich für ÄrztInnen, ZahnärztInnen und DentistInnen anwendbar. Durch die Novelle sind nun auch andere freiberuflich tätige Gesundheitsdienstanbieter, wie beispielsweise PsychotherapeutInnen, darin erfasst.

Was passiert mit den bereits zugeteilten DVR-Nummern?
Den PsychotherapeutInnen steht es frei, die DVR-Nummer weiter auf Schreiben oder Honorarnoten anzuführen. Die Nummern müssen nicht zurückgelegt werden - es besteht kein Handlungsbedarf gegenüber dem DVR.

Was passiert mit noch laufenden DVR-Anträgen?
Diese Anträge werden vom DVR fertig bearbeitet und DVR-Nummern vergeben. Diese DVR-Nummern können, müssen aber nicht, auf Mitteilungen an PatientInnen angegeben werden (siehe vorige Antwort).