ÖBVP - Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Berufsethisches Gremium

Was ist das Berufsethische Gremium (BEG)? Wofür ist es zuständig?

Das BEG ist eine unabhängige Beschwerde und Schlichtungsstelle für Klienten und für Psychotherapeuten in allen Fragen einer psychotherapeutischen Beziehung und Tätigkeit.

Psychotherapie kann nur hilfreich sein, wenn sie vom Vertrauen zwischen Klienten und Psychotherapeuten getragen wird. Dieses Vertrauen kann entstehen, wenn die Umstände und Rahmenbedingungen unter denen Psychotherapie stattfindet, klar geregelt und besprochen sind und wenn über das was in der Psychotherapie geschieht, von vornherein Austausch und grundsätzliche Übereinstimmung herrscht.

Wenn nun die Behandlungsvereinbarung Gegenstand eines unlösbar erscheinenden Konfliktes ist oder wenn ein Klient durch die Behandlung zu Schaden kommt, kann eine unabhängige Kommission zu einer Lösung beitragen. Genau das möchte das BEG tun.

Wer gehört dem Berufsethischen Gremium an?

Die acht Mitglieder des BEG werden vom Vorstand des Salzburger Landesverbandes für Psychotherapie (SLP) ernannt. Dem BEG gehören vier in die Therapeutenliste eingetragene Psychotherapeuten an, sowie jeweils ein Vertreter der Selbsthilfe Salzburg, der Salzburger Patientenvertretung, der Patientenanwaltschaft an der Christian Doppler-Klinik Salzburg und ein Fachjurist (vorrangig ein Richter des Landes- oder Bezirksgerichtes Salzburg).

Wie wird ihre Beschwerde bearbeitet?

Sie wenden sich schriftlich mit Ihrem Anliegen oder Ihrer Beschwerde an die:

Vorsitzende des Berufsethischen Gremiums
Dr.in Mercedes Zsifkovics
Salzburger Landesverband für Psychotherapie (SLP)
Wolf-Dietrich-Straße 13/II, 5020 Salzburg

Die Mitglieder des BEG bearbeiten das schriftliche Anliegen entsprechend der Geschäftsordnung des BEG und sind bemüht Ihr Problem und die weitere Vorgangsweise mit Ihnen bestmöglich zu klären.

Dazu werden in Absprache mit dem Beschwerdeführer zusätzliche Stellungnahmen eingeholt. Sie werden gegebenenfalls auch darüber aufgeklärt, ob in Ihrem Fall weitergehende Maßnahmen (z.B. rechtliche Schritte) notwendig und möglich sind.

Sie erhalten nach Prüfung des Sachverhaltes eine abschließende schriftliche Stellungnahme des BEG.

Die Mitglieder des BEG sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Es werden keine Informationen ohne Zustimmung des Beschwerdeführers an Dritte weitergegeben.

Für die Bearbeitung des Anliegens entstehen dem Beschwerdeführer keine Kosten.

Was kann das BEG nicht sein?

Als Beschwerde- und Schlichtungsstelle in berufsethischen Fragen versucht das BEG außergerichtlich eine Klärung und Schlichtung herbeizuführen. Das BEG ist kein Schiedsgericht.

Qualitätssicherung

Psychotherapie bis ins kleinste Detail zu reglementieren erscheint nicht sinnvoll und ist auch nicht möglich. Neben der fachlichen Kompetenz kommt der ethischen Dimension ein hoher Stellenwert in der psychotherapeutischen Tätigkeit zu. Eine wichtige Orientierungshilfe bietet hierbei der Berufskodex der Psycho­therapeutInnen.

Grundsätzlich sollen gewonnene Erkenntnisse aus einer Konflikt- und Beschwerde­bearbeitung auch Grundlage dafür sein, allgemeine und verbindliche ethische Prinzipien weiterzuentwickeln und zu sichern.

In diesem Sinne kooperiert das BEG mit dem Berufsethischen Gremium des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie, dem Psychotherapiebeirat, mit psychotherapeutischen Kollegen sowie Vertretern anderer Heilberufe.

Kontakt

Vorsitzende des Berufsethischen Gremiums
Dr.in Mercedes Zsifkovics
Salzburger Landesverband für Psychotherapie (SLP)
Wolf-Dietrich-Straße 13/II
5020 Salzburg
T +43.662.82 38 25